Im Kindes- und Erwachsenenschutz gilt der Grundsatz der Subsidiarität und der Verhältnismässigkeit, d.h. der Staat greift nur ein, wenn anderweitige Hilfe nicht ausreicht oder zum Vornherein als aussichtslos erscheint. Die Massnahme hat so schwach wie möglich, aber so stark wie nötig zu sein. Reicht die privat organisierte Hilfe nicht mehr aus, kann sich die betroffene Person oder ihr Umfeld bei der zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde melden.
Gesetzlicher Auftrag und rechtliche Grundlagen
Gesetzlicher Auftrag
- Umfassende Abklärung von Meldungen betreffend Kinder und Erwachsene
- Vermittlung von freiwilligen Hilfsangeboten
- Anordnung und Aufhebung von behördlichen Massnahmen, insbesondere Beistandschaften und fürsorgerische Unterbringungen
- Ernennung und Entlassung von Beiständen und Beiständinnen
- Prüfung von Berichten und Abrechnungen der Beistände und Beiständinnen
- Eigenes Handeln der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (z.B. Zustimmung für urteilsunfähigen Ehegatten zu Hausverkauf)